Evonik kassiert die Jahresprognose
Evonik muss die Prognose stark reduzieren - Frankfurt reagiert gelassen
Erneut bekommen wir eine umfassende Umsatz- und Gewinnwarnung aus der Chemie herein. Evonik warnte, dass man die Jahresprognose nicht mehr aufrechterhalten kann, nachdem sich das 2. Quartal schwächer als erwartet entwickelt hatte. Insbesondere zum Ende des Quartals sei die Nachfrage unter der Planung geblieben.
Der Umsatz zwischen April und Juni stagnierte mit 4 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorquartals. Im Jahresvergleich ergab sich bei Evonik (DE000EVNK013) sogar ein deutlicher Rückgang um -16 % von zuvor 4,77 Mrd. Euro. Deutlich besser entwickelte sich das „bereinigte“ EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände), das zwischen 430 und 450 Mio. Euro liegen soll. Das ist im schlechtesten Fall eine Kontraktion um -41 %, aber eine Verbesserung um 5 % bis 10 % im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres. Hier wirken die von Evonik im 2. Halbjahr 2022 eingeleiteten Sparmassnahmen, deren Umfang ab dem 3. Quartal weiter steigen soll.
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